Prinz Zukos Reise zur Selbstfindung als Lonesome Rider

Die kriegstreibende Feuernation hat die Welt unterjocht. Prinz Zuko von der Feuernation leidet unter dem Verlust seiner „Ehre“ und bestrebt, diese wiederherzustellen indem er seinem Vater, dem Feuerlord, einen 12 jährigen Jungen, den Avatar, aushändigt. Die Aufgabe des Avatars soll es sein die Welt mitsamt ihrer Bewohner in Einklang zu halten sowie Frieden zu bewahren. Nun liegt es dem Feuerlord natürlich sehr am Herzen, den Avatar von dieser Aufgabe abzubringen um weiterhin genüsslich die Welt zu unterjochen. So nimmt er seinem „wertlosen“ Sohn die Ehre und trichtert ihm ein, die Hetzjagd nach dem Avatar, sei die einzige Möglichkeit seine verlorene Ehre wiederherzustellen.

In Begleitung seines gutmütigen und vor Weisheit nur so triefenden Onkels begibt sich Zuko auf eine lebensverändernde Reise.

Zu Beginn seiner Reise ist Zuko ein hasserfüllter angsty Stinkmolch, dessen unkontrollierte Wut sich auf das Auffinden und Einfangen des Avatars kanalisiert. Woher diese Wut stammen mag, ist ihm aber selbst noch nicht so richtig bewusst. Erst im Verlauf der Serie findet er seinen inneren Frieden und die Ruhe in sich selbst, durch den Avatar, seinen Onkel, sich selbst, durch seine Erfahrungen. Durch die unterschiedlichen Begegnungen mit Menschen und Kulturen. Die Wut wurde ihm eingetrichtert, vom Feuerlord, seinem Vater. Eine Wut, die sich leicht zu dessen Nutzen auf den Avatar lenken ließ.

Wie kam es zu seinem Sinneswandel? Seine Wut hat ihn letztlich sogar gegen seinen vor Triefheit nur so weisen Onkel getrieben. So wanderte er eine zeitlang alleine. Alleine mit seinen Gedanken und den Worten seines Onkels. Ein Schlüsselmoment für Zuko, und für den Handlungsbogen der ganzen Serie. Die siebte Episode der zweiten Staffel, „Zukos Erinnerungen“, zeigt Zuko, wie er als einsamer Reiter durch die Provinzen des Erdkönigreichs streift.

Eine Standout Episode mit Western Atmosphäre und kompletten Fokus auf Zuko sowie dessen Vergangenheit. Zuko betritt auf seinem Reittier, wie in einem klassischen Western Setting, ein abgelegenes Dorf, wird mit den dortigen Missständen konfrontiert, sorgt für einen kleinen Aufruhr und am Ende verlässt er das Dorf wieder, als geläuterte Person.

Er wird mit der militaristischen Unterdrückung durch Soldaten des Erdkönigreichs konfrontiert, allerdings auch mit der Aufgeschlossenheit hiesiger Dorfbewohner. Ausnahmsweise nutzt er seine Fähigkeiten nicht zur Unterdrückung sondern zur Hilfe ein und lernt das Leben außerhalb der königlichen und ehrfürchtigen Feuernation kennen. Seine Hilfe wird zunächst mit Herzlichkeit und Dank angenommen. Als er sich jedoch im Kampf mit den Soldaten des Erdkönigreichs als Feuerbändiger offenbart, zählt dies nicht mehr. Seine guten Intentionen spielen keine Rolle, nur noch seine Herkunft. Denn die Feuernation verbreitet weltweit Angst und Schrecken. Er wird sich seiner selbst sowie dem Tyrannen-Status der Feuernation bewusst, wie sehr die anderen Völker unter den Machenschaften der Feuernation leiden, und auch welche Vorbehalte das ihm gegenüber mit sich bringt, wie es ist aufgrund seiner Herkunft verurteilt zu werden. Zum ersten Mal fällt ihm das Feuerbändiger-Dasein zur Last. Zuko bestreitet ab diesem Zeitpunkt seine ersten Schritte zur Selbstfindung, legt sein verbittertes Bestreben nach Ehre und der Jagd nach dem Avatar vorerst beiseite und begibt sich zurück zu seinem vor Weistrief nur so heiteren Onkel.

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